Druckminderer: für verschiedene Medien geeignet

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Druckregler sind Bauteile, die häufig verwendet werden. Sie sind für verschiedene Medien geeignet. Wer sie einbauen möchte, sollte jedoch nur die für die entsprechenden Drücke und Verwendungsarten geeigneten Regler kaufen. Außerdem empfiehlt es sich, die Warnhinweise des Herstellers zu beachten.


Was ist ein Druckregler?
Als Druckregler bezeichnet man ein Gerät, das zum Einbau in Leitungen verwendet wird und das aus einem Drucksensor und dem mit ihm verbundenen Ventil besteht. Er hat die Aufgabe, die auf der Eingangsseite herrschenden Drücke (Vordrücke) so zu regeln, dass der auf der Ausgangsseite vorhandene Druck (Hinterdruck) den Höchstwert nicht überschreitet. Hinter dem Regler befindet sich noch ein Sicherheitsventil.

Druckregler sorgen dafür, dass der Hinterdruck nicht so stark wird, dass er nicht druckfeste Teile des Leitungssystems wie beispielsweise Durchlauferhitzer beschädigt. Außerdem dienen die Einbauteile dazu, zu laute Geräusche an Armaturen zu dämpfen: 

Zum Auftreten lauter Geräusche kommt es bei Hauswasser-Anschlüssen nämlich immer dann, wenn der Ruhedruck höher als 5 bar ist.

Obwohl alle Regler nach demselben Prinzip arbeiten, unterscheiden sie sich in Bezug auf ihre Bauform. Sie ist davon abhängig, mit welchem Medium (Flüssigkeit oder Gas) und mit welchen Drücken sie eingesetzt werden. 

Wie funktionieren Druckregler?
Der Hinterdruck, also der Druck nach dem Druckregler, trifft auf eine Membran und setzt sie in Bewegung. Dann wird der Druckregler geöffnet oder geschlossen, je nachdem, ob der Hinterdruck absinkt oder ansteigt. Auf der Eingangsseite wirken Luftdruck und eine einstellbare Feder auf die Membran, die das Ventil reguliert.
Der Anwender stellt die Feder so ein, dass die Membran geschlossen wird, wenn der Soll-Ausgangsdruck erreicht wird. 
Damit das Ventil einwandfrei funktioniert, darf der Druckregler nicht überdimensioniert sein. Hat er dieselbe Nennweite wie die Rohrleitung, ist der Durchfluss so gering, dass es zum Auftreten von Schwingungen kommen kann. 
Druckregler haben idealerweise eine Nennweite, die dem maximalen Durchfluss an der Stelle entspricht, wo er später eingebaut werden soll. Eine andere Möglichkeit besteht darin, ihn entsprechend der jeweiligen Fließgeschwindigkeit zu wählen. 
Bei industriellen Leitungsanlagen sind das beispielsweise 4,3 m/s. Anlagen, die Schallschutz-Anforderungen genügen müssen (Hausanlagen), benötigen Druckregler mit 2 m/s Fließgeschwindigkeit.
In nicht speziellen Schallschutz-Anforderungen unterliegenden Anlagen können Druckminderer eingebaut werden, die auf eine Fließgeschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde ausgelegt sind. 
Gängige Praxis ist die Anwendung des Druckverhältnisses 10 : 1 (Eingangsdruck : Ausgangsdruck). Bei Niederdruckanlagen empfiehlt sich ein Verhältnis von 20 : 1. Noch größere Druckverhältnisse erfordern den Einbau von zwei Reglern hintereinander. 
Regler mit Soll-Hinterdrücken von über 1 bar haben oft statt einer Membran einen Kolben, der den eingehenden Druck aufnimmt. 
Für die Auswahl des Druckreglers bei Gasflaschen sind die Art des verwendeten Gases und der maximale Flaschendruck maßgebend. 
Dasselbe gilt für die Anschlussgewinde. Sie sind als Rechts (RH)- oder Links (LH)-Gewinde erhältlich und unterschiedlich konstruiert, damit man nicht versehentlich beispielsweise Stickstoff-Regler an Sauerstoffflaschen anschließt.

Regler mit 300 bar Vordruck (G 5/8-Gewinde) können bei 300 bar und 200 bar-Gasflaschen zum Einsatz kommen. Druckregler für technische Gase werden meist entsprechend der ISO 2503-Norm hergestellt. Die Angaben zum Regler sind in das Gehäuse eingraviert oder eingestempelt. 

Gasdruck-Minderer für den Außenbereich müssen geringere Sicherheitsbestimmungen erfüllen als Regler für den Innenbereich. 
Flaschen-Druckminderer, die für die Anwendung von Sauerstoffflaschen bestimmt sind, werden vor der Auslieferung an den Fachhandel seitens der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) einer Sauerstoff-Ausbrennprüfung unterworfen. 
Damit das Bauteil stets ordnungsgemäß funktioniert, sollte es gemäß DIN 1988 Teil 8 einmal jährlich von einem Fachbetrieb oder dem fachkundigen Betreiber der Anlage überprüft werden. Das Austauschen seiner Bestandteile ist alle 2 bis 3 Jahre erforderlich und sollte nur von einem zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden.

Abbildungen von Druckreglern und weitere Informationen zum Thema findet der interessierte Leser unter:
http://www.sbz-monteur.de/2013/06/10/erklar-mal-die-funktion-eines-druckminderers/


Wo verwendet man Druckregler?
Druckregler werden in der Haustechnik in Leitungswassersystemen eingesetzt und nahe dem Hauswasseranschluss eingebaut. In Hochhäusern verwendet man sie zur Aufteilung des Leitungssystems in Bereiche mit unterschiedlichen Drücken. 
Dort beträgt der Druck mindestens 2 bar. Für jedes weiter oben befindliche Stockwerk kommen noch 0,35 bar hinzu.
Der Einbauort befindet sich meist an gut zugänglicher Stelle und ist vor Frost geschützt. Außerdem kann man das Regler Manometer gut ablesen. 
Ein Feinfilter, der vor den Regler gesetzt wird, verhindert Wasser-Verschmutzungen. Sie entstehen beispielsweise immer dann, wenn der hohe Eingangsdruck Schmutzpartikel vom Rohr mitreißt.
Außerdem baut man die Regler in städtische Gasleitungsstationen in der Nähe privater und gewerblicher Verbraucher ein. Sie wandeln die eingehenden Hoch- oder Mitteldrücke in ausgehende Niederdrücke um. 
Druckregler werden auch an Gasflaschen (technische Gase) angeschlossen, die Gasherde und Gasleitungen mit Gas versorgen. Sie verringern den Flaschendruck (zirka 10 bar) auf den Geräte-Druck (150, 50 oder 30 mbar). 
Atemschutz- und Tauchgeräte arbeiten ebenfalls mit Druckreglern. Im medizinischen Bereich reduzieren sie die Drücke von Lachgas zum Narkotisieren von Patienten im Operationssaal und Sauerstoff zur Beatmung von Notfallpatienten.
Kohlendioxid und Stickstoff Druckregler setzt man beispielsweise bei in der Gastronomie verwendeten Zapfanlagen ein. 

Wo kann man Druckregler kaufen?
Druckregler für Wasserleitungen gibt es im örtlichen Fachmarkt (Sanitär-Abteilung) oder dort, wo das Gasflaschen-Zubehör gelagert wird. Anderweitig nutzbare Druckminderer sind in speziellen Shops im Internet bestellbar. 
CO2-Regler für Aquarien kann man im Zoofachhandel oder Aquaristik-Fachshops erwerben.


Warnhinweise
Der unsachgemäße Umgang mit Gasflaschen-Druckminderern kann Unfälle mit schweren Verletzungen verursachen. Der Anwender sollte die empfindlichen Bauteile stets vorsichtig behandeln. 

Bei der Benutzung sollte man nur entsprechend der Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers vorgehen.
Für Sauerstoffflaschen-Regler gelten verschärfte Sicherheitsbestimmungen.

Druckregler mit äußerlich erkennbaren Schäden dürfen unter gar keinen Umständen eingebaut werden. Beschädigte oder verschmutzte Dichtungen können den Hinterdruck so stark ansteigen lassen, dass die Sicherheitsventile geöffnet werden.

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31 Oktober 2016

Energy im Alltag

Herzlich Willkommen auf dem Blog "Energy im Alltag" der sich um das spannende Thema Energie drehen wird. Sie betrifft ja schließlich jeden, sei es im Smartphone der Akku oder im Haushalt. Die Küchengeräte, der TV und die zahlreichen Lampen verbrauchen den Strom und somit auch Energie. Von der Entstehung, ob regenerativ oder fossil, bis hin zum Transport an das Haus, diese Themen sehen wir uns natürlich auch an. Seien es Heizungsaustauschprogramme oder Förderprogramme , es zeigt sich auch in der hiesigen Wirtschaft und Gesellschaft, dass das Thema Energie heiß diskutiert wird. Darüber hinaus natürlich auch durch die Politik, die zum Beispiel durch die Elektromobilität Diskussionen jüngst anheizte. Viel Spaß beim Lesen des Blogs.